Mittelalterlicher Garten    Der Garten bietet im Mittelalter kein einheitliches Bild, so dass man kaum von dem mittelalterlichen Garten sprechen kann, sondern hingegen von unterschiedlichen Gartentypen ausgehen muss, denen allerdings das Merkmal gemein ist, grundsätzlich eher Nutzgarten als Lustgarten zu sein. An besonders hervorzuhebender Stelle ist der Klostergarten zu nennen, waren es doch die Klöster, in denen das Wissen der Antike gepflegt wurde. Dort gab es ausgedehnte Nutzgärten (die jedoch - wie dem St. Gallener Klosterplan [ca. 825] zu entnehmen ist - ihre Form eher aufgrund praktischer denn ästhetischer Erwägungen erhielten) und in dem von einem Kreuzgang umschlossenen Raum auch Ansätze eines zweckfreien Gartens. Dem religiös determinierten Typus des Hortus conclusus folgend entstanden ähnlich konzipierte reale Gärten, deren Verbreitung jedoch aufgrund des Lebensniveaus und der räumlichen Enge der Städte, Burgen und Klöster beschränkt war. Aufgrund des Umstandes, dass mittelalterliche Gärten sich nicht erhalten haben, ist man auf schriftliche Zeugnisse und darauf basierende Rekonstruktionen angewiesen - vgl. diesbezüglich Hortus holerorum, Hortus sanitatis, Pomarium, Patio

 

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